% der Befragten, die in den letzten 12 Monaten eine Gehaltserhöhung erhalten haben
44%
% der Befragten, die jetzt Zusatzleistungen über ihr Grundgehalt hinaus erhalten
58%
Basierend auf den Angaben von über 3.600 Fach- und Führungskräften aus dem Tech-Bereich und aus 53 Ländern zeigt der Harvey Nash Tech Talent & Gehaltsreport 2026, wie sich Gehälter verändern, was IT-Expert:innen an ihrem Job am meisten schätzen und welche Rolle KI für Tech-Karrieren, Leadership und die Nachfrage nach bestimmten Skills spielt.
Ob Sie als Tech-Spezialist:in Ihr Gehalt vergleichen, als Führungskraft Tech-Teams aufbauen oder als HR- und Talent-Spezialist:in Tech-Talente gewinnen möchten — dieser Report liefert Ihnen die Daten, die Sie für fundierte Entscheidungen brauchen.
In diesem Jahr erfahren Sie:
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Im letzten Jahr war es turbulent: Stellenabbau, wirtschaftliche Unsicherheit und die Sorge, dass KI Jobs ersetzen wird. Doch wer hinter die Schlagzeilen schaut, findet eine etwas andere Situation vor. Unsere Studie zeigt einen bewegten Tech-Markt, auf dem sich Talente neu ausrichten. Die Nachfrage nach Fachkenntnissen bleibt hoch, die Gehälter ziehen vielerorts an und Tech-Fachkräfte passen sich an: Sie bilden sich weiter, prüfen ihre Karrierepfade und werden wählerischer bei der Arbeitgeberwahl.
Gleichzeitig wächst der Druck auf Unternehmen: Der Fachkräftemangel hält weiterhin an, die Arbeitsbelastung in den Teams bleibt hoch, und die Bindung erfahrener Tech-Expert:innen wird zunehmend schwieriger. Noch nie war es so wichtig wie heutzutage, die Trends auf dem Markt zu kennen und zu verstehen.

Der Harvey Nash Tech Talent & Gehaltsreport 2026 spiegelt die Meinungen und Einschätzungen tausender Technologie-Expert:innen in Festanstellung, Arbeitnehmerüberlassung und als Freelancer aus aller Welt wider.





Der Tech-Bereich gehört weltweit zu den bestbezahlten Berufsfeldern. Mit der Vergütung sind dennoch nicht alle zufrieden. Fast die Hälfte der Tech-Fachkräfte (45 %) hat im vergangenen Jahr eine Gehaltserhöhung erhalten, und 47 % der Befragten rechnen im kommenden Jahr mit einem weiteren Gehaltsplus.
In puncto Karriereentwicklung ist der Trend auch positiv: Etwa jeder Fünfte (21 %) wurde im letzten Jahr befördert - wenn auch nicht immer mit einem Gehaltsplus verbunden. Das gesamte Vergütungspaket wird neu gestaltet: Mittlerweile erhalten 58 % der Befragten über das Grundgehalt hinausgehende Zusatzleistungen, etwa Boni oder andere Anreize. Steigende Arbeitsbelastung, Inflationsdruck und höhere Erwartungen haben jedoch auch noch zur Folge, dass das Gehalt allein nicht mehr ausreicht, um Zufriedenheit und Loyalität zu sichern.
Auf dem Tech-Arbeitsmarkt bleibt der Fachkräftemangel auch in 2026 hoch. KI und Cybersecurity zählen weltweit immer noch zu den fünf größten Kompetenzlücken. Die Wahrnehmung ist jedoch nicht überall gleich: Während 34 % der Senior Manager KI als entscheidende Kompetenzlücke nennen, ist das nur bei 21 % der Berufseinsteiger:innen der Fall.
Die Nachfrage nach Fachkenntnissen in Software Engineering, Cloud und Plattformtechnologien bleibt branchenübergreifend auf hohem Niveau – und macht es für Unternehmen schwierig, erfahrene Tech-Talente zu gewinnen. Für Arbeitgeber bedeutet das: Der Wettbewerb um erfahrene Fachkräfte bleibt intensiv, auch wenn Kandidat:innen bei Jobentscheidungen immer wählerischer werden.
KI ist im Arbeitsalltag der meisten Tech-Fachkräfte längst angekommen – 75 % haben Zugang zu KI-Tools bei der Arbeit. Doch eine strukturierte Weiterbildung und klare KI-Strategien fehlen häufig noch. Das birgt Risiken und bietet aber auch Chancen für diejenigen Unternehmen, die es richtig angehen. Die Mehrheit der Befragten sieht KI nicht als Bedrohung für Ihren Job. 22 % glauben, dass KI innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als die Hälfte ihrer Aufgaben übernehmen wird. Weiterhin schätzt weniger als die Hälfte (etwa 4 von 10 Befragten) KI als Risiko für Ihren Job ein.
Damit überwiegt nicht die Sorge bei den Tech-Fachkräfte, sondern die Frage: Wie können wir KI nutzen, um unsere Fähigkeiten, Produktivität und Karrierechancen zu verbessern. Wer am häufigsten mit KI-Tools arbeitet, schätzt das Potenzial der Tools oft am realistischsten ein. Die Vorbereitung auf die Nutzung von KI hat großen Nachholbedarf: Nur 36 % geben an, dass ihr Unternehmen aktiv für KI weiterbildet, und jede:r Fünfte berichtet, dass noch immer keine klare KI-Strategie vorhanden ist. KI ersetzt keine Tech-Fachkräfte — aber sie definiert neu, was sie wertvoll macht.
Für Tech-Fachkräfte hat Flexiblilität einen hohen Stellenwert: 52 % nennen hybrides Arbeiten als Top-Entscheidungsfaktor bei der Jobwahl. Für mehr Flexibilität und die Möglichkeit, häufiger von zuhause aus arbeiten zu können, wären 41 % der Befragten bereit, ein niedrigeres Gehalt zu akzeptieren. Die Auswertung der Zahlen zeigt eine positive Entwicklung: Die Präferenzen der Mitarbeitenden und die Unternehmensvorgaben beim Homeoffice nähern sich langsam an.
Gleichzeitig bleibt der Druck hoch: 53 % berichten von gestiegener Arbeitsbelastung, selbst dort, wo die Teamgröße stabil ist. Weniger als die Hälfte (40 %) fühlen sich bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben gut unterstützt. Beim Wohlbefinden gibt es branchen- und unternehmensübergreifend große Unterschiede. 19 % bemängeln, ihr Unternehmen würde für die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden nicht ausreichend Unterstützung bieten. Führungskräfte sind nicht nur angehalten, Flexibilität anzubieten, sondern auch gefordert, eine Balance zwischen Produktivität, Zusammenarbeit, Wohlbefinden und nachhaltiger Leistung zu schaffen.
Über die Hälfte der Tech-Fachkräfte (55 %) geben an, zufrieden in ihrem aktuellen Job zu sein. Dennoch ist die Wechselbereitschaft hoch: 40 % planen, sich innerhalb der nächsten 12 Monate neu zu orientieren. Gehalt ist mit 53 % Zustimmung der stärkste Wechselmotivator, dicht gefolgt von Möglichkeiten zur Karriereentwicklung (39 %).
Auch die Unternehmenskultur spielt eine bedeutende Rolle und beeinflusst knapp ein Drittel (32 %) der Befragten bei ihrer Entscheidung. Diese Zahlen zeigen: Die Tech-Belegschaft ist zwar überwiegend zufrieden, aber offen für neue Jobangebote. Für Unternehmen, die 2026 Tech-Talente gewinnen wollen, wird ein attraktives Arbeitgebergesamtpaket und nicht nur ein besseres Gehaltspaket ausschlaggebend sein.
Finden Sie im Report heraus, welche Gehaltspakete die Tech-Fachkräften anlocken und binden.
Der Unternehmenszweck nimmt immer mehr Einfluss auf Karriereentscheidungen: 84 % der Tech-Fachkräfte geben an, das Leitbild eines Unternehmens sei bei der Stellenwahl wichtig. Weiterhin messen 59 % der Befragten den Initiativen eines Unternehmens bei Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DE&I) das gleiche Gewicht bei. Diese Zahlen sind bei unterrepräsentierten Gruppen im Tech-Umfeld anders dar: Bei Frauen und Befragten mit Migrationshintergrund steigt dieser Wert auf 71 %. Trotz vieler Initiativen über Jahre hinweg bleibt das Vertrauen in eine branchenweite Entwicklung begrenzt – weniger als die Hälfte findet, die Tech-Branche würde Frauen ausreichend fördern.
Auch das Leadership muss sich auf veränderte Erwartungen einstellen: Tech-Fachkräfte schätzen heute zunehmend Führungskräfte, die Technologie tiefgreifend verstehen, den Beitrag der Tech-Teams zum Unternehmenserfolg klar kommunizieren können und gleichzeitig eine inklusive, werteorientierte Unternehmenskultur gestalten.